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23.10.2024 ab 19:00 Uhr — Jüdisches Museum Berlin, —

Am 10. April 2024 eröffnete das Jüdische Museum Berlin in der W. Michael Blumenthal Akademie eine neue Veranstaltungs­reihe: die Lecture Series Wo liegt die Wahrheit? Über Ambiguitäts­toleranz, kuratiert von Prof. em. Dr. Natan Sznaider. Der israelische Sozio­loge hält den Einführungs­vortrag der Lecture Series und diskutiert an den vier folgenden Terminen mit seinen Gästen über Ambiguitäts­toleranz und deren Relevanz heute. Hans-Georg Soeffner weist darauf hin, dass die Forderung nach Ambiguitäts­toleranz als Grundlage des sozialen Zusammen­halts bereits in der europäischen Auf­klärung eine zentrale Rolle spielte. Heute trifft diese Forderung allerdings auf eine völlig veränderte historische Situation, da wir in einer heterogenen, durch religiösen, nationalen, ethnischen, politischen und ökonom­ischen Pluralis­mus strukturierten Gesell­schaft leben. Soeffner hebt die Chancen und Grenzen der Ambiguitäts­toleranz hervor.

03.09.2024 von 19:00 bis 20:00 — Kulturzentrum Brotfabrik Bonn, —

Viele deutsche und österreichische Intellektuelle retteten sich vor dem NS-Terror nach Palästina. Sie sind die „Jeckes“. Zu ihnen zählte der Historiker Walter Grab, Gründer des Instituts für deutsche Geschichte an der Universität Tel Aviv. Sein umfangreiches Archiv diente seiner Enkelin, der Journalistin Shelly Kupferberg, als Quelle für die Erzählung „Isidor – Ein deutsches Leben“. Gemeinsam mit Esther Gardei vom Bonner Zentrum für Versöhnungsforschung stellt sie Leben, Tradition und Kreativität der Jeckes vor.

09.11.2023 von 18:15 bis 20:00 — Online, —

Vortrag: 'Begrüßung und Einführung' Wie können die Objekte und Falldokumentationen des Hans-Gross-Kriminalmuseums in Graz dabei helfen die Themen ‚Schuld‘ und ‚Versöhnung‘ zu erforschen? Diese und andere Fragen werden im Rahmen des digitalen Seminars anhand realer Kriminalfälle diskutiert. Das Seminar stellt die neue Kooperation zwischen dem Bonner Zentrum für Versöhnungsforschung und dem Hans-Gross-Kriminalmuseum der Universität Graz vor. Professor:innen, Studierende und auch externe Interessierte sind herzlich eingeladen! Anmeldung über vforum@uni-bonn.de bis zum 1. November 2023.

08.10.2023 19:00 bis 30.09.2025 19:00 — Schauspielhaus, —

Der Sprecher des Bonner Zentrums für Versöhnungsforschung, Hans-Georg Soeffner im Gespräch mit Natan Sznaider über Israel, die Shoah und die Parallelen zu Rassismus und Kolonialismus.

22.06.2023 von 18:30 bis 19:45 — Heussallee 18-24, —

There will be a possibility to join via zoom. To gain access to the meeting please contact vfrom@uni-bonn.de. On July 22nd the Bonn Center for Reconciliation Studies invites to join the presentation of Dr. Martin Chung from Hong Kong. This talk is based on the speaker's decade-long engagement with comparative reconciliation research in the region and argues for rethinking the utility of the conceptual fixation on "reconciliation". By examining the adjacent concepts of xiezui/shazai/sajoe 謝罪 in the Sino-Japanese-Korean relational triad and chanhui 懺悔 in intra-Chinese coming to terms with the past, their classical roots and contemporary application in the international as well as domestic political arenas, the presentation will attempt to demonstrate the peculiar difficulties hindering political reconciliation in the region in relation to these concepts and the promising potentials of conceptual openness in comparative research.

02.02.2023 19:00 bis 09.02.2023 19:00 — Evangelisches Forum Bonn, —

Nelson Mandela (1918-2013) war einer der bedeutendsten politischen Personen unserer Zeit. Er war ein führender südafrikanischer Aktivist und Politiker im Jahrzehnte andauernden Widerstand gegen die Apartheid bevor 1994 bis 1999 der erste schwarze Präsident der Republik Südafrikas wurde. Für seinen Einsatz für einen versöhnlichen Übergang vom Apartheidstaat hin zu einem gleichheitsorientierten, demokratischen Südafrika erhielt er 1993 den Friedensnobelpreis. Für viele Menschen weltweit ist Nelson Mandela zu einem politischen und moralischen Vorbild geworden. Mut und Mitgefühl zeichneten sein Wirken auch in Zeiten aus, in denen diese Tugenden nicht opportun waren. Prof. Dr. Dr. Joseph Diescho (Namibia) hat mit Nelson Mandela zusammengearbeitet, durfte bei ihm lernen und seine Reden schreiben. Er wird an zwei Abenden uns einen Einblick in das Vermächtnis Nelson Mandelas geben.

19.01.2023 von 18:15 bis 19:15 — Kirchenpavillon: Kaiserplatz 1a, 53113 Bonn, —

Die Vortragsreihe thematisiert „Schuld“ als Teilaspekt von Versöhnung. Wir aus unterschiedlichen disziplinaren Perspektiven: Was ist „Schuld“ und wie kann das Phänomen soziologisch erfasst werden? Was unterscheidet Formen individueller von kollektiver Schuld? Wie erklärt sich die Faszination des Schuldigwerdens und des Verbrechens in der Literatur, der bildenden Kunst und der Politik? Sklaverei und Schuld Roberto Hofmeister Pich (Brasilien) Moderation: Michael Schulz Diese Veranstaltung findet im Kirchenpavillon statt: Kaiserplatz 1a, 53113 Bonn)

18.01.2023 von 12:00 bis 14:00 — online, —

The Vatican Archives in Rome house tens of thousands of Indigenous items, many from Canada.  In light of the Church’s role in Canada’s residential schools and the larger global conversation about cultural loss and the return of colonial-era cultural property, pointed questions are being asked about the return of Indigenous cultural items to their communities.  In this instalment of the Restitution Dialogues, we seek to further the discussion of these important questions by exploring the history of the Vatican collection and locating that history in the larger context of debates and practices concerning cultural loss, transfer, and return.  The panel will discuss items such as the broader impact of the contemporary ‘restitution revolution’, the nature and provenance of Indigenous material in the Vatican collection, institutional best practices in restitution and repatriation, and the cultural impact of return and renewal.

15.12.2022 von 18:15 bis 19:15 — Online, —

Die Vortragsreihe thematisiert „Schuld“ als Teilaspekt von Versöhnung. Wir aus unterschiedlichen disziplinaren Perspektiven: Was ist „Schuld“ und wie kann das Phänomen soziologisch erfasst werden? Was unterscheidet Formen individueller von kollektiver Schuld? Wie erklärt sich die Faszination des Schuldigwerdens und des Verbrechens in der Literatur, der bildenden Kunst und der Politik? Zur Restitution nationalsozialistischer Raubkunst: Was ein 'Restatement of Restitution Rules' leisten könnte Mathias Weller Moderation: Hans-Georg Soeffner

08.12.2022 von 18:15 bis 19:15 — Online, —

Die Vortragsreihe thematisiert „Schuld“ als Teilaspekt von Versöhnung. Wir aus unterschiedlichen disziplinaren Perspektiven: Was ist „Schuld“ und wie kann das Phänomen soziologisch erfasst werden? Was unterscheidet Formen individueller von kollektiver Schuld? Wie erklärt sich die Faszination des Schuldigwerdens und des Verbrechens in der Literatur, der bildenden Kunst und der Politik? Eichmanns Anwalt und die Schuldfrage Dirk Stolper Moderation: Esther Gardei

01.12.2022 von 18:15 bis 19:15 — Online, —

Die Vortragsreihe thematisiert „Schuld“ als Teilaspekt von Versöhnung. Wir aus unterschiedlichen disziplinaren Perspektiven: Was ist „Schuld“ und wie kann das Phänomen soziologisch erfasst werden? Was unterscheidet Formen individueller von kollektiver Schuld? Wie erklärt sich die Faszination des Schuldigwerdens und des Verbrechens in der Literatur, der bildenden Kunst und der Politik? Schuld und Versöhnung in der Literatur nach 1945 Saskia Fischer Moderation: Esther Gardei

24.11.2022 von 18:15 bis 20:00 — Online, —

Die Vortragsreihe thematisiert „Schuld“ als Teilaspekt von Versöhnung. Wir aus unterschiedlichen disziplinaren Perspektiven: Was ist „Schuld“ und wie kann das Phänomen soziologisch erfasst werden? Was unterscheidet Formen individueller von kollektiver Schuld? Wie erklärt sich die Faszination des Schuldigwerdens und des Verbrechens in der Literatur, der bildenden Kunst und der Politik? Schuld – Kategorien, Referenzen und Symbole Manfred Prisching Moderation: Hans-Georg Soeffner

13.10.2022 bis 14.10.2022 — Regina-Pacis-Weg 3, 53113 Bonn, —

Erinnerungspolitik ist Arbeit an der Vergangenheit um einer gemeinsamen Zukunft willen. Sie ist entwicklungsoffenen und kontrovers, sie wird erstritten und manchmal erkämpft. Wenn sie jedoch einen Beitrag zur kritischen Auseinandersetzung mit Ideologien, mit vergangenen und gegenwärtigen Menschheitsverbrechen und diversen Identitätskonstruktionen leisten will, dann muss sie reflexiv sein. Eine solche Reflexivität „lebt“ von der Fähigkeit zur Reziprozität der Perspektiven. Diese Fähigkeit eröffnet die Möglichkeit, eigene mit anderen Vorstellungen des gelingenden Lebens zu vergleichen und dazu Stellung zu nehmen. Reziprozität ist damit das Fundament von Ambiguitätstoleranz und Kern freier Gemeinwesen. Erinnerungspolitik im Zeichen von Ambiguitätstoleranz versetzt Individuen und ganze Gesellschaften in die Lage, verantwortungsvoll mit konkurrierenden Erzählungen umzugehen und alternative menschenwürdige Zukunftsszenarien zu entwerfen.

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